Scheitholt, Hummel, Epinette des Vosges, Scherrzither, Kratzzither

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Beschreibung

Die Maße des Instrumentes sind 86 cm x 12,7 cm x 5,1 cm.
Das Scheitholt ist fünfsaitig und hat drei Bordun- und zwei Melodiesaiten in der Stimmung d-a-d'. Boden und Zargen sind aus Palisander, die Decke aus Birke.

Geschichte
Das Scheitholt war eine Weiterentwicklung eines schon aus der Antike bekannten instrumentenähnlichen Gegenstands, dem Monochord, eines mit nur einer Saite bespannten, schmalen Holzkastens. Scheitholt bezeichnete ursprünglich in Scheite geschlagenes Brennholz. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert wurde aber das Instrument so bezeichnet, vermutlich, weil es eine ähnliche Form oder Größe hatte. Es existierten allerdings eine Vielzahl anderer, meist lokaler Bezeichnungen für das Instrument. Überregional war es noch unter dem Namen Hummel bekannt. In Frankreich findet man es in den Vogesen unter dem Namen Epinette des Vosges. Im bayerisch-österreichischen Raum lässt sich das Scheitholt bereits im 14. Jahrhundert nachweisen. Genau beschrieben wurde das Scheitholt im deutschen Sprachraum erstmals von Michael Praetorius.

Beschreibung 
Das Scheitholt bestand meist aus einem etwa 50 Zentimeter langen und fünf Zentimeter breiten Holzkasten, an dessen Kopfende sich ein einfaches Wirbelbrett befand und der zunächst mit zwei oder drei Saiten bespannt war. Diese Saiten wurden aus Messing, oft aber auch aus einfachen Materialien wie Tierhaaren, getrockneten Därmen oder gewachstem Flachs hergestellt. Ein Griffbrett im üblichen Sinn war nicht vorhanden, unter den Saiten waren im Holz Drähte als Bünde eingelassen. Ab dem 16. und 17. Jahrhundert hatten die Scheitholte dann drei bis vier Saiten. In der weiteren Entwicklung wurde der Schallkörper vergrößert und ein eigenständiges Griffbrett aufgeleimt. Aus dem Scheitholt entstand mit der Veränderung der Form um die Mitte des 18. Jahrhunderts die Kratzzither oder Scherrzither.

Spielweise
Gespielt wurde das Scheitholt ähnlich der heutigen Zither. Es wurde dazu waagrecht auf einen Tisch oder auf die Oberschenkel gelegt, die linke Hand strich mit einem Stöckchen die Saiten entlang, während Daumen und Zeigefinger der rechten Hand direkt oder mit einem Horn- oder Holzstäbchen oder Gänsekiel die Saiten anrissen. Einzelne Saiten fungierten als Bordun. Scheitholte bzw. Hummeln wurden in den Alpenregionen, in Süddeutschland, in Norddeutschland, im sächsischen Erzgebirge und in der Oberlausitz bis in das 19. Jahrhundert hinein gespielt.

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Die Maße des Instrumentes sind 86 cm x 12,7 cm x 5,1 cm.
Das Scheitholt ist fünfsaitig und hat drei Bordun- und zwei Melodiesaiten in der Stimmung d-a-d'. Boden und Zargen sind aus Palisander, die Decke aus Birke.

Geschichte
Das Scheitholt war eine Weiterentwicklung eines schon aus der Antike bekannten instrumentenähnlichen Gegenstands, dem Monochord, eines mit nur einer Saite bespannten, schmalen Holzkastens. Scheitholt bezeichnete ursprünglich in Scheite geschlagenes Brennholz. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert wurde aber das Instrument so bezeichnet, vermutlich, weil es eine ähnliche Form oder Größe hatte. Es existierten allerdings eine Vielzahl anderer, meist lokaler Bezeichnungen für das Instrument. Überregional war es noch unter dem Namen Hummel bekannt. In Frankreich findet man es in den Vogesen unter dem Namen Epinette des Vosges. Im bayerisch-österreichischen Raum lässt sich das Scheitholt bereits im 14. Jahrhundert nachweisen. Genau beschrieben wurde das Scheitholt im deutschen Sprachraum erstmals von Michael Praetorius.

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Das Scheitholt bestand meist aus einem etwa 50 Zentimeter langen und fünf Zentimeter breiten Holzkasten, an dessen Kopfende sich ein einfaches Wirbelbrett befand und der zunächst mit zwei oder drei Saiten bespannt war. Diese Saiten wurden aus Messing, oft aber auch aus einfachen Materialien wie Tierhaaren, getrockneten Därmen oder gewachstem Flachs hergestellt. Ein Griffbrett im üblichen Sinn war nicht vorhanden, unter den Saiten waren im Holz Drähte als Bünde eingelassen. Ab dem 16. und 17. Jahrhundert hatten die Scheitholte dann drei bis vier Saiten. In der weiteren Entwicklung wurde der Schallkörper vergrößert und ein eigenständiges Griffbrett aufgeleimt. Aus dem Scheitholt entstand mit der Veränderung der Form um die Mitte des 18. Jahrhunderts die Kratzzither oder Scherrzither.

Spielweise
Gespielt wurde das Scheitholt ähnlich der heutigen Zither. Es wurde dazu waagrecht auf einen Tisch oder auf die Oberschenkel gelegt, die linke Hand strich mit einem Stöckchen die Saiten entlang, während Daumen und Zeigefinger der rechten Hand direkt oder mit einem Horn- oder Holzstäbchen oder Gänsekiel die Saiten anrissen. Einzelne Saiten fungierten als Bordun. Scheitholte bzw. Hummeln wurden in den Alpenregionen, in Süddeutschland, in Norddeutschland, im sächsischen Erzgebirge und in der Oberlausitz bis in das 19. Jahrhundert hinein gespielt.

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